Der Berufsfeuerwehrtag begann für die Abteilung um 10 Uhr. Das Feuerwehrhaus wurde für die kommenden Stunden zur Berufsfeuerwehrwache. Nachdem alles eingerichtet war, wurden Grundsätze besprochen sowie Kurz einige Unterrichtsthemen angesprochen. Um zwölf Uhr gab es Mittagessen. Das Betreuerteam um Markus Kerscher hatte sich einige Übungen ausgedacht.

 

Neun Einsätze waren es 2018. Neben einem Brandeinsatz waren es vor allem Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen, zu denen die Einsatzabteilung Ober-Bessingen ausrücken musste. Der erste Einsatz erfolgte noch vor dem ersten Unterrichtsabend. Austretendes Öl musste beseitigt werden, nach einer Explosion in einer Trafostation der OVAG: Passend dazu thematisierte der Theorieabend tags drauf die UVV, Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle.
Es folgten drei Alarmierungen zu Verkehrsunfällen, wobei sich eine glücklicherweise nur als eine im Fahrzeug eingeschlossene Person zeigte.
Ein Einsatz der anderen Art gab es im Licher Waldschwimmbad. Aufgrund der Hitze musste das Wasser umgewälzt werden, wo Ober-Bessingen, neben anderen Abteilungen, mit Stromanhänger und Tauchpumpen aushalf.
Mit dem Stromanhänger wurde auch die Fremdeinspeisung im Gerätehaus getestet. Im Notfall ist die Feuerwehr unabhängig vom Stromnetz.
Den einzigen Brandeinsatz gab es im August, als im Nachbarort ein Flächenbrand zu löschen war.
Das Jahr endete mit einem weiteren Verkehrsunfall.
Geübt wurde 2018 insgesamt 19 Mal. Darunter drei theoretische Übungen. Vor allem wurde die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren gefördert.
Im März war es eine Gemeinschaftsübung mit Nieder-Bessingen, Klein-Linden und der Wasserwacht mit dem Schwerpunkt Eisrettung. Ober-Bessingen, deren Spezialgebiet das Ausleuchten der Einsatzstelle ist, setzen bei dieser Gelegenheit außerdem ihren neuen Stromanhänger ein.
Eine weiter folgte im August, mit Nonnenroth, Nieder-Bessingen sowie dem Einsatzleitwagen und dem Abrollbehälter Wasser aus Lich. Thema der Übung war der Waldbrand.
Aller guten Dinge sind drei, so übte man im November ein weiteres Mal mit Nieder-Bessingen und dem DRK. Es handelte sich um eine Nachtalarmübung und die Abteilung Ober-Bessingen leuchtet die Einsatzstelle aus.
Weitere Übungen waren die Nutzung der Tauchpumpen und ein verunglückter Arbeiter auf einem Gerüst. So wurde auf die aktuelle Lage des Hochwassers eingegangen und das Retten aus der Höhe trainiert.
Erwähnt wurde auch der Gewinn des Stadtpokals der Jugendfeuerwehr Bessingen.
Stadtrat Dieter Hartmann-Harbusch dankte den 21 aktiven Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und die gute Zusammenarbeit. Er hielt einen Auslick auf das kommende Jahr 2019, was den Betrieb und die Wartung angeht, um die Feuerwehren zukunftsfähig zu machen. Stadtbrandinspektor Marco Römer knüpfte daran an, erzählte von der neuen Stelle des Brandschutzsachbearbeiters und der geplanten Wartung und Pflege von Fahrzeugen und Geräten.

(ab) Ebenfalls am Samstag den 03.11.2018 um 21:00 Uhr wurde die Abteilung Nieder-Bessingen zu eine Verpuffung in eine Gartenhütte alarmiert. Insgesamt galt es acht auf dem Grundstück vermisste Personen zu retten und der, ebenfalls in die Übung eingebundenen, DRK Bereitschaft Lich zu übegeben. Zwei vermisste Personen mussten von einem Atemschutztrupp aus der brennenden Hütte gerettet werden. Um die Einsatzstelle auszuleuchten wurde die Feuerwehr Ober-Bessingen mit einem Manschaftstransportwagen und dem Anhänger Strom nachalarmiert. Als Einsatzleiter und Übungsleiter fungierte der stellv. Wehrführer Markus Kerscher. Die DRK Bereitschaft Lich baute eine Patientenablage auf, diese wurde durch den Power-Moon (großer Lichtball) der Einsatzabteilung Ober-Bessingen ausgeleuchtet. Als Übungsbeobachter war Marco Hahn (stellv. Stadtbrandinspektor) vor Ort. Nach etwa einer Stunde konnte die Übung beendet werden.

Insgesamt waren 11 Einsatzkräfte der Feuewehr Lich und 12 Einsatzkräfte der DRK Bereitschaft Lich an der Übung beteiligt.

(mko) Wie in jedem Jahr am 03.10. trafen sich auch heute die Jugendfeuerwehren der Stadt Lich zur gemeinsamen Abschlussübung 2018. Die von Markus Kerscher und Marc Kowal ausgearbeitete Übung spielte sich in einer Scheune in Nieder-Bessingen ab. Über 40 Kinder und Jugendliche nahmen an der Übung teil.

Die ersteintreffende Jugendfeuerwehr Bessingen, ein Zusammenschluss der Jugendlichen aus Ober- und Nieder-Bessingen, erkundete die Lage und gingen mit einem C-Strahlrohr in den Innenangriff zur Menschenrettung vor. Nach und nach trafen weitere "Einsatzkräfte" aus Muschenheim, Birklar, Kernstadt, Bettenhausen und Langsdorf ein. Einige schützten benachbarte Gebäude, andere versorgten die "verletzten Personen" die zwischenzeitlich von den verschiedenen Trupps im Innenangriff gerettet wurden.

Viel positive Rückmeldung erhielten die Jugendlichen, deren Betreuer und alle an der Übungsvorbereitung beteiligten durch die zahlreichen Besucher, die sich nicht nur auf Feuerwehrpersonal beschränkten. Überraschend viele Anwohner nutzten die Gelegenheit, den Jugendfeuerwehren über die Schulter zu schauen.

Nach über einer Stunde "retten, löschen und schützen" trafen sich Betreuer und Jugendliche zur Abschlussbesprechung am Feuerwehrhaus in Nieder-Bessingen. Neben Softdrinks gab es für alle Beteiligten Würstchen, die freundlicherweise von der Firma G.A. Müller aus Lich gespendet wurden.

Die Abschlussübung der Jugendfeuerwehren wird regelmäßig auch von den Vertretern der städtischen Gremien genutzt, um sich einen Eindruck von der Jugendarbeit zu verschaffen und den Jugendlichen und den Betreuern nochmals mitzuteilen, wie wichtig die Jugendfeuerwehr für die Sicherstellung des Nachwuchses der Einsatzabteilungen ist. Herr Joseph als Magistratsvertreter und Herr Pompalla als Ortsvorsteher nahmen daher, neben den Wehrführern, an der Abschlussbesprechung teil. Von "beeindruckender Geschwindigkeit" und "hoher fachlicher Qualität" sprachen die Übungsverantwortlichen Kerscher und Kowal und bedankten sich bei allen Helfern. Allen voran Fam. Pein, die das Übungsobjekt in der Vordergasse zur Verfügung gestellt hatte.

die Jugendfeuerwehren der Stadt Lich bestehen derzeit aus knapp 120 Kindern und Jugenlichen, die sich gemäß Dienstplan meist wöchentlich in den einzelnen Ortsteilen treffen, um neben der fachlichen Ausbildung auch allgemeine Jugendarbeit betreiben. Tolleranz und gegenseitiger Respekt sind Werte, die nicht nur gefordert sondern auch vorgelebt werden.
Ab 6 Jahren ist die Mitgliedschaft in der Minifeuerwehr, ab 10 Jahren in der Jugendfeuerwehr möglich.

 

(mko) Bereits zu Jahresbeginn beschlossen die Wehrführer aus Nonnenroth, Ober- und Nieder-Bessingen eine gemeinsame Wald- und Vegetationsbrandübung, die den Ernstfall zwischen den Gemarkungsgrenzen simulieren sollte. Am gestrigen Freitag war es soweit. Die von Jörg Göttsche (Stellv. Wehrführer Nonnenroth) und André Hahn (Wehrführer Ober-Bessingen) ausgearbeitete Übung simulierte einen Vegetationsbrand - südlich der Kläranlage Ober-Bessingen. An der Übung nahmen 35 Einsatzkräfte aus den drei teilnehmenden Ortschaften teil. Unterstützt wurde die Übung durch den Wechsellader (1-66 mit Abrollbehäter Wasser) sowie dem Einsatzleitwagen aus der Licher Kernstadt. Währen die Einsatzkräfte aus Nieder-Bessingen einen Faltbehälter als zwischenpuffer für die Wasserversorgung aufbauten und einen Verteiler als Fahrzeugfüllstation mit dem Lich 7-42 betrieben, begannen die beiden TSF-W aus Ober-Bessingen und Nonnenroth mit der Brandbekämpfung im "Pump-and-Roll" Verfahren. Bei diesem Verfahren wird mittels Wasser, dass sich im Tank der Löschfahrzeuge befindet, während der Fahrt mit Schnellangriff oder am Fahrzeug befestigten Druckschläuchen eine Brandbekämpfung durchgeführt, während das Löschfahrzeug in Bewegung bleibt. Parallel dazu bauten zwei Trupps aus Nieder-Bessingen einen statischen Löschangriff an dem bereitgestellten Verteiler auf.

Übungsleiter Göttsche war mit dem Verlauf zufrieden. Ohne große Probleme konnte der Pump-and-Roll Betrieb aufgebaut und durchgeführt werden. Der Pufferspeicher der Nieder-Bessinger erwies sich als hilfreich und auch der Wechsellader, der das Wasser aus Hydranten oder Wasserspeichern der Umgebung zum Pufferspeicher transportieren konnte, wurde ebenfalls gut eingebunden.
Auch Einsatzleiter Stefan Leipold (Wehrführer Nonnenroth) war mit dem Ablauf zufrieden.
Marco Römer (Stadtbrandinspektor Lich), der die Übung beobachtete, nutzte mit Holger Merle die Gelegenheit das auf dem Einsatzleitwagen der Kernstatt verlastete taktische Unterstützungsmaterial in den Übungsverlauf einzubinden.

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