(pk) Am Sonntag stand "Technische Hilfeleistung" auf dem Ausbildungsplan der Muschenheimer Einsatzabteilung.
Neun Einsatzkräfte besuchten dazu die Feuerwehr Pohlheim am Standort in Watzenborn Steinberg.
Den dortigen Einsatzkräften stehen ein PKW sowie einen Lkw zum Üben zur Verfügung.

Im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit kam die Idee diese nutzen zu können.
Wehrführer Tobias Schadt und Zugführer Sebastian Opper, der hauptberuflich Einsatzleiter bei der Berufsfeuerwehr Kassel ist, hatten sich verschiedene Aufgaben ausgedacht die mit der Beladung des Muschenheimer Löschfahrzeugs zu erfüllen waren.

Es gab zwei Übungen. Einmal einen angenommenen Frontalaufprall und einmal ein Pkw nach Unfall auf der Seite liegend.
Nach jeder Übung wurden die durchgeführten Tätigkeiten besprochen sowie Tipps und Tricks für die Zukunft gegeben.
Die Muschenheimer Einsatzkräfte arbeiteten die Übungen routiniert ab, als wäre dies ein oft eingeübtes Szenario.
Es wurde allen bewusst, dass weniger manchmal mehr ist und es nicht immer teures Spezialwerkzeug bzw. teure Ausrüstung braucht um Einsätze dieser Art abarbeiten zu können.

Auch wenn die Beladung des Löschfahrzeugs an seine Grenzen stößt, kann man schon sehr viel vorbereiten und absichern,
sodass die Kernstadt nur noch das hydraulische Rettungsgerät einsetzen muss, wenn es benötigt wird.
Die Wehrführung dankt auf diesem Wege nochmals den zwei Feuerwehrkräften aus Watzenborn-Steinberg für die Zeit und die Möglichkeit vor Ort üben zu können.

(wcg) Am Samstag, den 25. Juni 2016 traf sich die Mini- sowie die Jugendfeuerwehr Langsdorf mit der Rettungshundestaffel Gießen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu einer Ganztagesübung. Die Feuerwehr-Kinder freuten sich über zehn angereiste Hunde und sieben Hundeführer/innen!
Nach einer Vorstellungsrunde erfolgte seitens des DRK eine Unterweisung im Umgang mit Hunden im Allgemeinen. Im Anschluss ging es in den Langsdorfer Wald, dort stand uns, eine durch HessenForst zugewiesene, Waldfläche für die Übung zur Verfügung. Vorort wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt und mit den jeweiligen Rettungshunden vertraut gemacht. Danach folgten verschiedene Übungen im Waldgebiet, bei denen

(mko) Auch der letzte CTIF-Wettbewerb vor der deutschen Meisterschaft wurde von den Feuerwehrsportlern aus Nieder-Bessingen erfolgreich gemeistert. Am vergangenen Samstag, den 02.07.2016, konnten die Frauen die letzte Tageswertung des Deutschlandpokal in Langenbach bei Kirburg für sich entscheiden. Mit einem neuen deutschen Löschangriffsrekord von 38,59 Sekunden konnten sie nicht nur ihre persönliche Bestzeit überbieten. Eine beachtliche Leistung vollbrachten an diesem Nachmittag auch die Männer, die mit einer Zeit von 33,24 Sekunden nun die dritte Deutsche Gruppe ist, die in den letzten 60 Jahren CTIF Geschichte eine Löschangriffszeit von unter 34 Sekunden erreichen konnte. Mit deutlichem Abstand zu den nachfolgenden Plätzen wurden an diesem Samstag beide Mannschaften zum jeweiligen Gesamtsieger des Deutschlandpokal 2016 gekürt.

Mit diesen guten Leistungen im Rücken, ist der Blick der Sportler nun auf die deutsche Meisterschaft in Rostock gerichtet. Wir drücken die Daumen und wünschen unseren Wettkämpfern viel Erfolg im Wettbewerb mit den Mitbewerbern.

(mko) Im Rahmen der Truppmann II Ausbildung der Feuerwehr Lich fand am Mittwoch, den 15.06.2016, eine Ausbildungseinheit zum Thema Löschwasserförderung und Löscheinsatz statt. Nach einer 30 minütigen theoretischen Einführung zu Wassförderung, Armaturen, Pumpen sowie lange Wegestrecke (Druckverluste auf Länge und Höhe) wurden die sechs Teilnehmer aus verschiedenen Licher Einsatzabteilungen praktisch unterwiesen. Mit Unterstützung der Einsatzabteilung Bettenhausen wurde eine 200m lange Wegestrecke bei 20m Höhenunterschied, einer Entnahmepumpe sowie einer Einsatzstellenpumpe und ein Löschangriff mit einem C- und einem B-Rohr aufgebaut. Hierbei konnten die Teilnehmer Grundlagen für die Wasserförderung und den Löschangriff erlernen, Wissen vertiefen und untereinander Infos und Gedanken austauschen.

 

 

(mko) Am vergangenen Samstag, den 11.06.2016, konnten die Feuerwehrsportler aus Lich Nieder-Bessingen sowohl in der Wertungsklasse A (Männer) als auch in der Wertungsklasse C (Frauen) vorzeitig den Gesamtsieg der CTIF Deutschlandpokalwertung 2016 für sich entscheiden. Beide Manschaften erreichten dabei persönliche Bestleistungen, die Frauen stellten zudem mit 393,2 Punkten einen neuen Deutschen Rekord der Wertungsklasse C auf. Bereits 2014 konnten sich die Männer der Nieder-Bessinger Wettbewerbsgruppe über den Gesamtsieg freuen. Für die Frauen war dies bereits der fünfte Pokalsieg in Folge! Dieser Wettbewerb, der im Niedersächsischen Wehrbleck stattfand, war eine wichtige Station vor den deutschen Meisterschaften, die vom 28. bis 30.06.2016 in Rostock stattfinden werden. Sowohl die Frauen als auch die Männer der Nieder-Bessinger Wettbewerbsgruppe werden dort für Hessen an den Start gehen. Alle Teammitglieder sind sehr motiviert und sehen den deutschen Feuerwehrmeisterschaften positiv entgegen. Wir drücken die Daumen und sind zuversichtlich! Interessierte Feuerwehrfrauen und -männer sind herzlich eingeladen an den Trainingsterminen teilzunehmen oder zuzuschauen. Diese finden in der Regel jeden Donnerstag ab 19:00 Uhr am Feuerwehrhaus Nieder-Bessingen statt.

Die Freiwillige Feuerwehr Lich trauert um ihren Feuerwehrkameraden Wolfgang Seipp, der von Sonntag auf Montag plötzlich und viel zu früh von uns gegangen ist. Wir sind alle zutiefst geschockt und traurig.

 

Wolfgang Seipp hat sich in ganz besonderem Maße für die Belange der Freiwillige Feuerwehr Lich eingesetzt und verdient gemacht.

Er ist 1967 als 17jähriger in die Freiwillige Feuerwehr Muschenheim eingetreten, ohne dass damals schon jemand ahnen konnte, welche maßgebliche Rolle er bei der Gestaltung des Brandschutzes in der Stadt Lich spielen sollte. Die ersten großen Einsätze folgten sofort mit dem Brand auf dem Hofgut Kolnhausen und einem Hochwasser in Lich.

Schon sehr früh hat er Verantwortung übernommen. Die Arbeit mit der Jugend war ihm sehr wichtig, daher stand er der Jugendfeuerwehr von 1972 bis 1977 als Jugendfeuerwehrwart vor.

Bereits im Jahr 1983 wurde er zum stellv. Stadtbrandinspektor gewählt. Dieses Amt füllte er bis zum Jahr 1998 aus um dann noch mehr Verantwortung für den Licher Brandschutz zu übernehmen. So wurde er 1998 zum Stadtbrandinspektor der Stadt Lich gewählt. Diese Zeit war sicher nicht immer einfach, waren doch einige Diskussionen mit politisch Verantwortlichen zu führen. Er war jemand der seine Meinung offen und sachlich äußerte. Dabei ging es ihm immer um das Wohl der Feuerwehrfrauen und -männer und um den Brandschutz in der Stadt Lich. Persönliches, wie Familie und Landwirtschaft, mussten in dieser Zeit oft zurückstecken. Aus diesem Grund hat er sich nach seiner fünfjährigen Amtszeit entschieden, nicht mehr zu kandidieren

Das ihm bei allem auch immer die Einsatzabteilung Muschenheim am Herzen lag, zeigt sich unter anderem dadurch, dass er im Zeitraum von 1988 bis 1999 auch das Amt des Wehrführers in der Einsatzabteilung Muschenheim innehatte.

Ab 2003 hat er sich verstärkt um den Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Lich-Muschenheim gekümmert, da hier erfahrene Kräfte in einer schwierigen Zeit benötigt wurden. Aus diesem Grund hat er 2004 den Vorsitz der Vereins Freiwillige Feuerwehr Lich-Muschenheim übernommen.

Auch überörtlich hat sich Wolfgang Seipp für die Sicherheit der Bevölkerung engagiert und war von 2003 bis 2015 Mitglied im Katastrophenschutzstab des Landkreis Gießen.

 

Ehrungen:

1994 Verleihung Hessisches Brandschutzehrenzeichen in Silber

2001 Verleihung Deutsches Feuerwehrehrenkreuz in Silber

2008 Verleihung Hessisches Brandschutzehrenzeichen in Gold

2013  Verleihung der Katastrophenschutzmedaille für 10 Jahre Dienst im Führungsstab des
        Katastrophenschutz

Dienstzeiten:

48 Jahre aktiver Feuerwehrdienst

11 Jahre Wehrführer

15 Jahre stellv. Stadtbrandinspektor

5 Jahre Stadtbrandinspektor

37 Jahre Vereinsvorstand

30 Lehrgänge

 

Bei all diesen Tätigkeiten ging es Wolfgang Seipp nie darum für sich persönlich Anerkennung zu erlangen. Ihm ging es darum, am Beispiel seines Lebens - soweit von öffentlichem Interesse – Werte und Orientierung für folgende Generationen zu vermitteln. Er verkörperte im besten Sinne preußische Tugenden. Dass der Mensch Teil einer Gemeinschaft ist und dieser gegenüber auch in der Pflicht steht. Er hat das weiter geführt was andere vor Ihm begonnen haben. Er war einer der ersten die bei Übungen da waren und erst nach Hause ging, als alles wieder aufgeräumt und in Ordnung war. Er war ein Macher und Schaffer.

Gerne hätten wir noch lange von seiner Erfahrung profitiert, die er bei über 1.200 Einsätzen erlangt hat. Und mit Sicherheit hätte er diese gerne auch an uns und gerade auch die Jüngeren, die jetzt in der Verantwortung stehen, weitergegeben. Ich persönlich kann nur das wiederholen, was ich vor gut einem Jahr bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Feuerwehrdienst gesagt habe. Ich habe von Wolfgang Seipp viel lernen können und er hat mir in vielen Gesprächen immer beratend zu Seite gestanden. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Unser Mitgefühl gilt insbesondere seiner Familie. Diese musste während seiner aktiven Zeit, oft auf ihn verzichten. Und jetzt wo etwas mehr Zeit für die Familie gewesen wäre, da er auch seinen Betrieb übergeben hatte und er sich den ein oder anderen Wunsch bzw. Reise verwirklichen wollte, die er bisher immer zurückstellen musste, wurde ihm die Zeit so abrupt genommen.

Wir werden dich sehr vermissen Wolfgang!!!

Für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lich und den Verein Freiwillige Feuerwehr Lich-Muschenheim.

Marco Römer

(Stadtbrandinspektor)