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(mko) Am 09. und 10.05.2016 stand für die Kinder im Kindergarten "Am Gründchen" das Thema Branschutzerziehung auf dem Program. Zwei Tage Feuerwehr, ein riesen Spaß für die Kleinen!

Der Montag begann mit der Vorführung der Einsatzkleidung. Warum sehen nicht immer alle Feuerwehrleute gleich aus? Die "Oberstdorf" Einsatzkleidung und die Feuerschutzkleidung "Nomex" wurde erklärt und angefasst. Die eine benötigt man im Feuer und die andere für Einsätze die eher technischer Natur sind. Erstaunte Blicke konnte man sehen, als der Experimentierkoffer ausgepackt wurde und die Brandeigenschaften von verschiedenen Stoffen vorgeführt wurden. Ein besonders wichtiger Punkt war jedoch der Notruf. Auch Kinder sollten in der Lage sein die 5-W Fragen beim Notruf beantworten zu können, ganz besonders die Frage wo sie denn wohnen. Nur so ist es der Leitstelle möglich, schnell Hilfe zu schicken.

Am zweite Tag wurde das Feuerwehrhaus der Kernstadt besichtigt. Alle Fahrzeuge, vom Einsatzleitwagen, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug, bis hin zum Mannschaftstransportwagen, gab es vieles zu bestaunen. Als kleine Überraschung gab es für die fünf aufmerksamsten Kinder eine Fahrt im Korb der Drehleiter.

(ak) Im Beisein von Stadtbrandinspektor Marco Römer und Vereinsvorsitzenden Florian Stein konnte sich Lichs Wehrführer Christian Stein über neue Ausrüstungsgegenstände freuen.

Die Materialien im Wert von fast 3.000,- Euro ergänzen die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge, des Gerätehauses und die persönliche Schutzausrüstung der Brandschützer.

Vom Feuerwehrverein erhielt er je fünf Augenschutzvisiere und explosionsgeschützte, extrem lichtstarke Helmlampen mit LED-Technik für Atemschutzgeräteträger und einen LED-Beleuchtungssatz für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Für den Duschraum im 2015 umgebauten Feuerwehrhaus bekam er 20 Handtücher mit Vereinslogo und zwei Wandschränke. Die jährlichen Geldspenden Licher Bürger und Unternehmen an den Feuerwehrverein machten die 2.000,- Euro teuren Anschaffungen überhaupt erst möglich.

Einen weiteren, von der Stadt Lich beschafften, Beleuchtungssatz überreichte Stadtbrandinspektor Römer. Dieser wird seinen Platz im Einsatzleitwagen finden. Wehrführer Stein nahm die neue Ausrüstung dankend entgegen.

Aktuell zählt die Licher Einsatzabteilung 61 Mitglieder, sechs davon sind Frauen. Damit stellt die Kernstadt die größte Abteilung innerhalb der Feuerwehr Lich. Mit 107 Einsätzen im vergangenen Jahr, davon 39 Brandeinsätze, 54 Hilfeleistungseinsätze, zwei Fehlalarme und acht Brandsicherheitsdienste konnte Wehrführer Christian Stein auf ein "durchschnittliches" Einsatzjahr zurückblicken. 25 Übungen und Schulungsabende wurden durchgeführt, hinzu kommen noch weitere Alarmübungen sowie Seminare und Lehrgänge im Landkreis Gießen und an der hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel. In diesem Zuge dankte er für die Übungsbeteiligung und überreichte den Ehrenamtlichn die sich hier am meisten hervortaten mit einer Kleinigkeit (s. Bild) Nach dem Gerald Jung den Bericht der Ehren- und Altersabteilung und Sören Auer den Bericht der Jugendabteilung verlesen hatten, dankte Stein den Einsatzkräften mit den Worten: „Ihr seid eine richtig gute Truppe.“
Bürgermeister Bernd Klein, als Chef der Feuerwehr der Stadt Lich, stellte fest, dass die Licher Feuerwehr eine der bestausgestatteten Wehren des Kreises Gießen sei und er die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute sehr schätze. Stadtbrandinspektor Marco Römer berichtete über die bevorstehende Anschaffung von drei neuen Wärmebildkameras.

Befördert wurden Jan Philipp Günter, Andreas Mandler, René Dennis Seipp und Marc Vogt zu Feuerwehrmännern. Felix Fey und Andreas Höpfl zum Oberfeuerwehrmann und Anne Roth zur Oberfeuerwehrfrau. Andreas Merger ist jetzt Hauptfeuerwehrmann.

(mko) Die handwerklichen Fähigkeiten von insgesamt 16 Einsatzkräften des Löschzuges Lich wurden am Mittwoch, den 04.11.2015, bei der Errichtung der Schlafplätze in der Leichtbauhalle zur Flüchtlingsunterbringung in Lich gefordert. Rund zehn Stunden lang waren die Einsatzkräfte im Einsatz, um den Umzug von ca. 80 Flüchtlingen aus der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule in die Leichtbauhalle am alten Sportplatz zum darauffolgenden Freitag zu ermöglichen. Errichtet wurden knapp 100 Schlafplätze.

Angehörige der Hilfsorganisationen kommen in ihren Einsätzen manchmal in Situationen die sich niemand wünscht, die belastend sind. Einsätze mit kleinen Kindern, Freunden und Bekannten oder die, die Bilder im Kopf hinterlassen, können zu ernsten Problemen führen.

Um diese Situationen zu entschärfen und frühzeitig professionelle Hilfe zu leisten gibt es seit vielen Jahren Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im Landkreis Gießen, die Einsatzkräften aber auch Angehörigen in dieser schweren Situation zur Seite stehen. Auch wenn diese kirchlich organisiert sind, hat die in Anspruchnahme der Seelsorger nichts mit einem bestimmten Glauben oder der Zugehörigkeit einer Konfession zu tun.

Jedes Jahr feiert die Notfallseelsorge ihren Jahresgottesdienst, zudem besonders die Hilfskräfte der verschiedenen Organisationen eingeladen sind, in einer anderen Gemeinde. Dieses Jahr ist man in der katholischen Gemeinde, in der "St. Paulus" Kirche, in der Licher Ringstraße zu Gast. Um 18 Uhr beginnt der Gottesdienst. Dieser ist aber selbstverständlich auch für "nicht-Einsatzkräfte" zugänglich. Er bietet wie immer eine gute Möglichkeit zur Besinnung und Begegnung.

Besonders erfreulich ist die Beauftragung einer neuen Notfallseelsorgerin, die im Rahmen dieses Gottesdienstes offiziell ihren Dienst aufnimmt.

Die Kollegen der Notfallseelsorge freuen sich auf zahlreiche Gäste und laden im Anschluss zu einem kleinen Imbiss im Gemeindezentrum.